Pfingsten: Internationales Metallhandwerker- treffen
Das Wikinger Museum Haithabu veranstaltet vom 22.-25.5.2026 von 10-16 Uhr bei den Wikinger Häusern im Freigelände erstmalig ein internationales Metallhandwerkertreffen. Museumsleiter Dr. Matthias Toplak berichtet im Interview, wie es zu der Idee gekommen ist, was uns konkret erwartet und warum es nicht beim Zuschauen bleiben muss.
Herr Dr. Toplak, das Internationale Metallhandwerkertreffen ist ein Highlight im Jahresprogramm. Wie ist es zu der Idee gekommen?
Das Metallhandwerk erlebte in der Wikingerzeit eine Blüte. Schmiede genossen ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Viele der in Haithabu geborgenen Funde belegen das breite Spektrum und die hohe Qualität des Metallhandwerks. Die Ausstellung im Wikinger Museum zeigt die schönsten und interessantesten Stücke vom einfachsten Alltagsgegenstand aus Eisen bis hin zum kunstvoll gestalteten Goldschmuck. Ebenfalls geborgene Werkzeuge, Halbfabrikate, Gussformen und Reste von Werkplätzen lassen Rückschlüsse auf die Arbeitstechniken zu.
Und was erwartet die Besuchenden bei diesem Treffen?
Wir haben Spezialisten aus der internationalen Reenactmentszene eingeladen, die sich seit Jahren mit unterschiedlichsten Techniken wikingerzeitlicher Metallbearbeitung beschäftigen und uns in Haithabu die Vielfalt dieses Handwerks vorführen. Erzverhüttung im Rennofen, Schmieden, Metallguß, Münzprägung, Techniken der Metallbearbeitung wie Ziselieren, Treiben oder Flechten sind nur einige der Fertigkeiten, die an diesem Wochenende bei den Wikinger Häusern ausgeübt werden. Gleichzeitig möchten wir durch dieses Treffen auch den Kontakt und den fachlichen Austausch zwischen den Handwerkern stärken und interessierte Laien an das Metallhandwerk heranführen.
Der eine oder die andere hätte vielleicht auch Interesse, selbst Hand anzulegen und etwas zu lernen…
Und das machen wir möglich! Es wird einen Workshop zum Messerschmieden geben, in dem interessierte Gäste ihr eigenes Messer herstellen können. Die Anmeldung dafür sowie die Entrichtung der Materialpauschale erfolgt direkt vor Ort beim Kursleiter. Ein freier Platz kann leider nicht garantiert werden.