Rückkehr von Werft: Erik Styrimathr wieder in Haithabu
Unser Segelboot Erik Styrimathr ist nach nicht einmal drei Monaten in der Werft des weltbekannten Vikingeskipsmuseet Roskilde (MEHR…) generalüberholt und mit einigen neuen Planken wieder in Haithabu angekommen - und bereit für die kommende Saison! Wind und Wetter hatten dem Boot in den letzten zehn Jahren stark zugesetzt, auch die Belastungen bei längeren Fahrten.
In der Museumswerft in Roskilde sind in den letzten Jahrzehnten über ein Dutzend detailgetreue Repliken wikingerzeitlicher Schiffe nach originalen Arbeitstechniken und in ständigem Austausch mit den Archäolog*innen gebaut worden, so dass die Werft über die weltweit vermutlich größten Erfahrungen und Kenntnisse zum wikingerzeitlichen Schiffsbau verfügt.
Zum Hintergrund: Im Jahr 2014 wurde unser museumseigenes Segelboot durch den Bootsbauer Kai Zausch nach wikingerzeitlichen Bautraditionen und Arbeitstechniken gebaut. Es handelt sich um keine genaue Rekonstruktion eines konkreten Fundes. Stattdessen ist die Erik Styrimathr als sogenannte teinæringr-Konstruktion mit 5 Paar Rudern und einem Rahsegel den kleinen Allzweckbooten der Wikingerzeit nachempfunden, wie sie vermutlich auch auf der Schlei üblich waren. Wie seine wikingerzeitlichen Vorbilder ist das Boot geklinkert, d.h. die Eichenplanken (die oberste Planke besteht aus Kiefer) überlappen sich von oben nach unten.
Die Erik Styrimathr wird durch eine ausgebildete Bootscrew aus der Reenactmentszene regelmäßig auf dem Haddebyer Noor vor Haithabu und auf der Schlei gesegelt und soll so zum einen wikingerzeitliche Schiffsbau- und Seefahrtstechniken illustrierten und auf der anderen Seite die Impression von Haithabu als Seehandelsplatz andeuten.