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● Das Museum erneuert seine Ausstellung. Es ist weiterhin geöffnet, allerdings kommt es an einigen Stellen - insbesondere im Eingangsbereich - bis Anfang Juni zu handwerklichen Arbeiten.

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Wikinger-Museen arbeiten grenzüberschreitend zusammen

Einige der größten und berühmtesten archäologischen Orte der Wikingerzeit liegen heute über Deutschland und Dänemark verteilt. Die drei Museen zu den Wikinger-Welterbestätten Haithabu und Danewerk sowie Jelling (Dänemark) haben deshalb eine enge Kooperation eingeleitet, um den grenzüberschreitenden historischen Zusammenhang der drei Standorte zu verdeutlichen.

Der erste gemeinsame Schritt ist eine Marketingkampagne mit Illustrationen des dänischen Comiczeichners Bjørk Matias Friis. Im Mittelpunkt von „Harald Blauzahn… Handel, Verteidigung und Prahlerei“ steht der berüchtigte dänische Wikingerkönig, der das Land von ca. 960 bis 985 regierte und später dem Datenübertragungssystem Bluetooth seinen Namen gab.

„Im späten 10. Jahrhundert gehörten alle drei Anlagen zu einem Herrschaftsgebiet. Der König hatte seinen Hauptsitz in Jelling, die internationale Handelsmetropole Haithabu war eine seiner Haupteinnahmequellen, und die Verteidigungsanlage Danewerk war sein wichtigstes Bollwerk gegen den großen ostfränkisch-ottonischen Nachbarn im Süden. Unsere drei Museen haben enorm vieles gemeinsam und das möchten wir gern herausstellen“, erklärt der Leiter des Wikinger Museum Haithabu, Dr. Matthias Toplak.

„Harald Blauzahn war ein sehr selbstbewusster Mann und liebte es, seine Macht durch Prunk und Baukunst zu demonstrieren. Mit bis Dato unerhörten, modernen Bauwerken wie der großen Palisade um Jelling oder dem Kograben des Danewerks und mit dem erfolgreichen Handelszentrum Haithabu konnte er zeigen, dass er sich mit seinem Gegenspieler, dem machtvollen ostfränkischen König Otto II., auf Augenhöhe sah“, sagt Morten Teilmann Jørgensen, Chef des Erlebniszentrums Kongernes Jelling, welches Teil des dänischen Nationalmuseums ist.

Auftakt ist die Marketingkampagne „Harald Blauzahn… Handel, Verteidigung und Prahlerei“

„Die Wikingerzeit hat in unserer deutsch-dänischen Grenzregion ganz besondere Spuren hinterlassen, die heute zum UNESCO-Welterbe gehören. Bei der deutsch-dänischen Geschichte denken viele zuerst an die nationalen Kriege und Konflikte des 19. und 20. Jahrhunderts. Aber wir haben auch ein großartiges gemeinsames Kulturerbe aus früheren Zeiten, um das wir uns heute gemeinsam kümmern. Das wollen wir mit den wundervollen Illustrationen von Bjørk auch gern einem breiteren Publikum zugänglich machen. Wir hoffen, dass viele die Gelegenheit nutzen, alle drei Museen zu besuchen und zu sehen, wie stark beide Länder durch die Geschichte verbunden sind“, erläutert der Leiter des Danevirke Museum, Lars Erik Bethge. 

Die Kampagne „Harald Blauzahn… Handel, Verteidigung und Prahlerei“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Kreis Schleswig-Flensburg durch das deutsch-dänische INTERREG-Programm TOUR-BO finanziert. Sie besteht aus drei Ausstellungswänden zu den drei Standorten, die künftig in allen drei Museen zu sehen sein werden. Sie werden ergänzt durch kostenlose Karten mit den Motiven von Bjørk Matias Friis, die mit nach Hause genommen werden können.

In Zukunft soll die fachliche Zusammenarbeit der drei Einrichtungen vertieft werden. Nächster Schritt ist ein mehrminütiger Animationsfilm mit einer Geschichte zu den drei Orten. Er wird ebenso wie die aktuelle Kampagne in Zusammenarbeit mit dem dänischen Kompetenzzentrum Viborg Visuals produziert, das weltweit über besondere Kompetenzen im Bereich Animation und der Vermittlung von UNESCO-Welterbestätten verfügt.

Dieses neue Projekt wird unter anderem vom INTERREG-Programm KursKultur der Region Sønderjylland-Schleswig und dem Welterbebüro des Archäologischen Landesamts gefördert. 

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