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Stehende Ovationen für Ute Drews

Stehende Ovationen und großer Bahnhof zum Abschied für eine starke Museumsleiterin: Auf Einladung des Fördervereins des Museums für Archäologie Schloss Gottorf haben 80 Freunde, Weggefährten, Kolleginnen und Kollegen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kreise, Ämter und Gemeinden Freitagabend Ute Drews in den verdienten Ruhestand verabschiedet.
Seit 1987 war die gebürtige Dithmarscherin im Wikinger Museum beschäftigt, 1991 wurde ihr die Leitung des bedeutenden archäologischen Museums übertragen. Damals übernahm sie die Nachfolge von Hartwig Lüdtke, der seit 2014 Vizepräsident der deutschen UNESCO-Kommission ist und als Direktor am Technoseum in Mannheim das Landesmuseum für Technik und Arbeit führt. Zum Abschied seiner früheren Museumspädagogin beschenkte Prof. Lüdtke Ute Drews mit einem Festvortrag.

Zuvor hatte ihr Chef, der Leitende Direktor der Stiftung SH Landesmuseen, Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, seiner langjährigen Museumsleiterin ein tadelloses Zeugnis ausgestellt. Er war zusammen mit seinem Vorstandskollegen Guido Wendt tief in die Personalakte von Ute Drews eingetaucht, hatte dort auch das Bewerbungsschreiben der jungen Lehrerin aus Lübeck entdeckt und präsentierte es am Freitagabend. Unter den Gästen befand sich auch der Begründer des Wikinger Museums Haithabu, Prof. Kurt Schietzel, der 1987 nach nur wenigen Gesprächsminuten das große Talent der Ute Drews erkannt hatte und sie umgehend einstellte. Wie nahe von Carnap-Bornheim der Abschied ging, zeigte sich in jenen Momenten, in denen  dem ansonsten so wortgewandten Gottorf-Vorstand die Stimme fast versagte.

Auch Ministerpräsident und Landesmuseen-Stiftungsratsvorsitzender Daniel Günther war nach Haithabu gekommen und sparte wie sein Vorredner nicht mit Lob und Zuneigung. Er dankte der starken Museumsleiterin für ihr 30jähriges leidenschaftliches Engagement. "Sie haben Haithabu zu dem gemacht, was es heute ist. Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den nächsten Wochen einmal dazu kommen, auf das Erreichte stolz zu sein. Wir Schleswig-Holsteiner sind jedenfalls sehr stolz darauf, was Sie hier geschaffen haben", lobte Daniel Günther.

Wenig später dann gab es stehende Ovationen. Zunächst hatte Haddebys Amtsdirektor Ralf Feddersen, der mehr als 20 Jahre in verschiedenen Funktionen mit Ute Drews große und kleinere Veranstaltungen für die Region auf die Beine gestellt hatte, sich für eine wunderbare Zusammenarbeit bedankt, dann setzte Busdorfs Bürgermeister Kay-Michael Heil noch einen drauf als er bekannt gab, Ute Drews werde im Dezember die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Busdorf verliehen.

Sechs Millionen Museumsbesucher und die Besuche der Dänischen Königin, von Bundespräsidenten und aller Ministerpräsidenten seit Gerhard Stoltenberg haben den Heimatort des Wikinger Museums bundesweit bekannt gemacht. Und Ute Drews? Sie sprach zum Schluss, jedoch nicht über sich oder Ihre großen Erfolge, sondern darüber, wieviel Freude alle Gäste ihr mit diesem Abend in „ihrem“ Museen bereitet haben. Und somit ging Ihre letzte Umarmung der offiziellen Feierstunde dann an Klaus Hesse, der als Fördervereinsvorsitzender diesen Abend ermöglichte und ihn galant und zugewandt moderiert hatte.

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