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Forschung

Haithabu blickt auf mehr als 100 Jahre archäologische Forschungsgeschichte zurück. Im Jahr 1900 begannen nach der Wiederentdeckung der Siedlung die ersten Ausgrabungen, die vor allem in den 1930er und 1960er Jahren intensiviert wurden. Bis 1981 waren ca. 5 Prozent des etwa 26 Hektar großen Siedlungsareals innerhalb des mächtigen Halbkreiswalles untersucht. Häuser, Werkstätten und Gräberfelder kamen nach rund 1000 Jahren erstmals wieder zutage. Die sorgfältige Dokumentation der verschiedenen Untersuchungen bildet die Grundlage für jede archäologische Auswertung.
 
1979/1980 fand die große Hafengrabung statt, die unter anderem die Überreste eines königlichen Kriegsschiffs sowie umfangreiche Reste der Landbrücken hervorbrachte. Im Januar 2002 begann ein Forschungsprojekt, das mit geophysikalischen Messmethoden das gesamte Siedlungsareal zerstörungsfrei untersuchte. Aufgrund dieser Messergebnisse konnte gezielt eine kleinere Ausgrabung durchgeführt werden. Mithilfe eines Geografischen Informationssystems (GIS) werden die neuen Forschungsergebnisse mit den Informationen der Altgrabungen kombiniert, so dass sich das Bild der frühen Stadt Haithabu stetig erweitert.
 
2017 wurde in einem der großen Gräberfelder von Haithabu eine weitere Ausgrabung durchgeführt. Mit dieser Untersuchung wurde eine Ausgrabung fortgesetzt, die dort 1939 begonnen und kriegsbedingt abgebrochen worden war. Insgesamt wurden hier über 12.000 Funde geborgen. Sie spiegeln die Ablösung heidnischer durch christliche Bestattungssitten wieder und weisen auf eine wohlhabende Oberschicht am Ort hin.
 
 
 

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